Vergleiche dich nur mit dir selbst

Vergleiche dich nur mit dir selbst

Ich wette es ist nicht mal fünf Minuten her, dass du dich das letzte Mal mit einer anderen Person verglichen hast. Wir vergleichen uns ständig mit anderen Menschen! Diese Vergleiche können uns antreiben. Sie können uns inspirieren und den Wunsch nach Veränderung auslösen. Aber sie können uns auch frustrieren. Deine Ziele können dir unerreichbar erscheint. Du siehst die Erfolge der anderen, die sie scheinbar kinderleicht erreichen. Bei dir selbst tut sich scheinbar nichts, obwohl du dich noch so sehr anstrengst. Aber was weißt du schon über die anderen? Und was spielt es für eine Rolle für dein Leben? Vergleiche dich nur mit dir selbst!

Was weißt du über die anderen?

Wenn du ein halbwegs normales Leben führst, dann spielt es keine Rolle, ob du besser in etwas bist, als jemand anders. Ja klar, wenn du eine olympische Athletin oder ein Athlet bist, dann ist es für dich sehr wichtig. Aber wer ist da schon von uns. Für den Rest ist es völlig unerheblich, ob dein Nachbar die 10 km Runde 30 Sekunden schneller laufen kann, als du.

Wir sind alle mit unterschiedlichen Talenten ausgestattet und haben unterschiedliche Hintergründe. Ein Vergleich kann also völlig unfair sein. Vielleicht macht dein Nachbar das, was du jetzt gerade lernst, schon 5 Jahre. Klar ist sie oder er darin besser. Vielleicht ist es sogar ein Hobby seit Kindestagen. Oftmals weißt du es schlicht und ergreifend nicht.

Besonders bei Social Media fällt dies ins Gewicht. Außer den paar Bildern, die veröffentlicht werden, weißt du über die Menschen so gut wie nichts. Und du weißt auch nicht, wie und vor allem wann die Bilder entstanden sind.

Daher finde ich Social Media ein sehr zweischneidiges Schwert. Du bekommst dort tolle Inspiration, aber du kannst auch schnell frustriert werden. Du siehst was die anderen (vermeintlich!) erreicht haben und du noch nicht. Und auf schönen Bildern mit ein paar flotten Sprüchen darunter sieht alles so leicht aus.

Konzentriere dich auf die Person, die du beeinflussen kannst: Dich

Wenn du einmal nüchtern darüber nachdenkst, dann ist es für dein Wohlbefinden und deinen Erfolg völlig egal, was die anderen machen. Du stehst in keinem direkten Wettbewerb zu ihnen.

Ich habe eine Zeit lang an Marathon und Triathlon Wettkämpfen teilgenommen. Meine Kinder waren zu der Zeit noch kleiner und haben mich mal gefragt, ob ich auch mal einen Wettkampf gewonnen hätte. Als ich ihnen eröffnet habe, dass ich beim Marathon völlig chancenlos als Dreitausendster ins Ziel gekommen bin, waren sie verwundert: Warum machst du dann bei einem Wettkampf mit? Die Antwort war ganz einfach: Weil ich schneller als beim letzten Mal sein wollte. Bei einem Marathon hatte ich nur eine Person, die ich schlagen wollte: mich selbst!

Eine bessere Motivation gibt es für mich nicht. Denn ich selbst bin die einzige Person, die ich beeinflussen kann. Ich weiß nicht was die anderen machen. Ob sie einen guten Tag haben oder nicht. Ob sie gut trainiert haben oder nicht. Aber was ich selbst tue, das habe ich unter Kontrolle. Was bringt es mir, wenn ich zwar viele Plätze weiter vorne gelandet bin, weil die anderen einen schlechten Tag hatten, meine Zeit aber insgesamt schlechter war? Inwiefern habe ich mich dann verbessert?

Du trittst gegen dich selbst an

Wenn du wild entschlossen bist, in einer Sache besser zu werden, dann kannst du dies auch. Malcolm Gladwell hat dies in seinem Buch Outliers mit der 10.000 Stunden Regel beschrieben*: Wer hart genug trainiert, wird sehr gut in einer Sache werden. Seiner Meinung nach sind 10.000 Stunden die magische Zahl. Diese Zeit musst du investieren, um richtig gut in etwas zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, um was es geht.

Du magst bessere oder schlechtere körperliche Voraussetzungen für das haben, was du lernen willst. Bei vielen Sportarten hast du mit einem bestimmten Körperbau oder -proportionen Vorteile. Aber wie wichtig ist das, wenn du kein Profisportler bist? Du trittst gegen dich selbst an. Vergleiche dich nur mit dir selbst!

Es kommt nicht darauf an, was du absolut erreichen kannst. Du musst nicht besser als andere sein, damit es sich lohnt sich anzustrengen.

Du kannst eine sehr gute Basketballspielerin werden, wenn du bereit bist, hart dafür zu arbeiten. Gleiches gilt fürs Klavierspielen oder eine Fremdsprache. Wir alle haben unterschiedliche Voraussetzungen und starten von unterschiedlichen Punkte. Aber letztendlich ist es eine Frage des Willens und des Trainings. Selbst das größte Talent wird nichts erreichen, wenn sie oder er sich nicht anstrengt.

Versuche besser zu sein als gestern

In meinem Post Konsequenz schlägt Radikalität habe ich schon darüber geschrieben, dass kleine Schritte dich langfristig eher ans Ziel führen, als radikale Veränderungen. Das bedeutet, dass du jeden Tag versuchst, etwas in die richtige Richtung zu verändern.

Wenn du dich verändern willst, versuche jeden Tag besser zu werden.

Versuche heute etwas besser zu machen, als du es gestern getan hast. Mach einen Schritt in die richtige Richtung. Diese werden sich aufsummieren und am Ende zum Erfolg führen (was auch immer das für dich bedeutet). Es geht nicht darum, ständig riesige Fortschritte zu machen, es geht um Konsistenz und Konsequenz.

Lies dazu auch meine Artikel Ein bisschen was ist mehr als garnichts und So wirst du nachhaltige Veränderung schaffen oder verschaff dir hier einen Überblick:

Du hast eine Frage oder einen Kommentar? Schreib mir gerne eine Nachricht!


Photo by Steven Lelham on Unsplash
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