Von der Inspiration zur Gewohnheit

Von der Inspiration zur Gewohnheit

Wir leben heute in einer Inspirationswelt. Auf Social Media wird uns massenhaft Inspiration geboten. Viele konkurrieren um unsere Aufmerksamkeit und schicken uns einen nicht enden wollenden Strom von Zitaten, tollen Landschaftsaufnahmen oder schönen Menschen. Ich will mich gar nicht darüber beschweren. Ich freue mich über ein gutes Bild von einem tollen Sonnenaufgang oder einer dampfenden Tasse Kaffee. Und ich lese auch gerne einen gut geschriebenen Post dazu.

Unser Blick ist stark auf Inspiration und Motivation ausgerichtet. Viele Influencer in den Bereichen Lifestyle, Gesundheit und Fitness haben unglaubliche Follower-Zahlen und posten jeden Tag darüber, wie erfolgreich sie sind und was ihr Rezept dafür ist. Es scheint einen großen Bedarf an Inspiration zu geben. Viele Menschen glauben, dass sie etwas lernen und verändern können, wenn sie diesen Accounts folgen und jeden Tag ihre Posts lesen. Es mangelt uns also nicht an Inspiration. Aber bringt uns diese konstante Inspiration-zufuhr etwas? Leben die Menschen gesünder, sind sportlicher oder erreichen mehr in ihrem Leben?

Inspiration bringt Denkanstöße

Du siehst oder liest etwas und beziehst dies auf dich und deine aktuelle Situation. Sie bringt dich dazu, über dich selbst nachzudenken. Es kann sein, dass jemand anders etwas tut oder sagt, das dir gefällt und in dir einen Wunsch nach Veränderung auslöst. Vielleicht ist das genau der Punkt, an dem du denkst: Das sieht toll aus, davon möchte ich auch etwas in meinem Leben haben oder so möchte ich auch sein. Der Gedanke ist in deinem Kopf eingepflanzt. Es ist ein herrliches Gefühl, darüber nachzudenken und du malst dir in Gedanken schon aus, wie dein Leben aussehen wird, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Viele Menschen scheitern schon bevor sie loslegen

Sie kommen über diese Gedankenspiele gar nicht erst hinaus. Sie schaffen es nie, den ersten Schritt zu tun, sondern bleiben in der Welt der schönen Bilder und inspirierenden Posts. Diese zu konsumieren, zu kommentieren, zu teilen und sich auszumalen, wie es sein könnte, fühlt sich für viele Menschen schon so an, als würden sie wirklich etwas tun. Es gibt Studien, die belegen, dass unser Belohnungszentrum im Kopf schon aktiv wird, wenn wir uns mit einem Thema beschäftigen und darüber sprechen. Sie setzen sich jeden Tag mit dem Thema auseinander und bekommen so schon einen Teil der Belohnung, weil sie sich gut fühlen. Allerdings werde ich durch das Lesen von Kobe Bryant Zitaten nicht zu einem guten Basketballspieler.

Die Wahrheit ist: Es ist sehr schwer etwas zu verändern oder neu zu beginnen. Dabei hilft dir kein Like und auch kein Kommentar unter einem Post mehr. Du musst den ersten konkreten Schritt gehen. Und auf den ersten müssen noch viele Schritte andere Schritte folgen. Wenn du etwas erreichen willst, müssen deinen Gedanken Handlungen folgen. Inspiration und Motivation helfen dir irgendwann nicht mehr weiter. Sie werden dich im Stich lassen. Wenn du dich lange, vielleicht sogar über Jahre, mit einem Thema beschäftigst, wirst du nicht jeden Tag motiviert sein. Du wirst Tage haben, an denen du keine Lust hast, an denen du dich schlecht fühlst und an denen dir Zweifel kommen werden.

Es ist nicht die motivierteste Läuferin, die den Marathon gewinnt

Es ist auch nicht der motivierteste Kollege im Team, der befördert wird und es ist nicht die motivierteste Hobby-Autorin, die in ihrer Freizeit das Buch schreibt. Diese Menschen wachen nicht jeden Morgen inspiriert und motiviert auf und haben Lust zu trainieren, sich anzustrengen und immer alles zu geben. Sie haben genauso Höhen und Tiefen wie du und ich.

Der Unterschied ist, dass diese Menschen das, was sie tun wollen, fest in ihrem Leben verankert haben.

Sie führen es jeden Tag wieder aus, ohne darüber nachzudenken, ob sie heute motiviert genug dazu sind oder nicht.

Die Leute, die das, was sie erreichen wollen, zu einem Teil ihres Lebens gemacht haben, kommen ins Ziel. Denn sie hängen nicht mehr von Motivation ab. Sie haben es fest in ihr Leben integriert und führen es konsequent aus. Sie haben es zu einer Gewohnheit gemacht, die im Autopilot abläuft. Eine Autorin denkt morgens genauso wenig darüber nach, ob sie heute etwas schreiben soll, wie du nicht darüber nachdenkst, ob du dir heute die Zähne putzen sollst. Beides sind Gewohnheiten, die durch viele Wiederholungen automatisiert worden sind. Und damit lösen sie irgendwann Motivation ab. Du musst es gar nicht mehr so stark wollen, sondern du machst es automatisch, weil es ein Teil deines Lebens geworden ist.

Lies hier weiter, wenn du mehr darüber wissen willst, wie du Veränderung meisterst:


Photo by BRUNO CERVERA on Unsplash

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